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Ein Lottogewinn für China: Wem schaden die Sanktionen wirklich? Sanktionen helfen nur, wenn diese dem Aggressor mehr schaden als Deutschland. Insbesondere bei einer Ausweitung ist das aber zu bezweifeln. Denn die hätte grundlegende

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Ein Lottogewinn für China: Wem schaden die Sanktionen wirklich?


Sanktionen helfen nur, wenn diese dem Aggressor mehr schaden als Deutschland. Insbesondere bei einer Ausweitung ist das aber zu bezweifeln. Denn die hätte grundlegende Verschiebungen in der Weltwirtschaft zur Folge. Für die Ukraine eine gefährliche Perspektive.

Komfortverzicht statt Blutgeld - viele Journalisten, Ökonomen und Aktivisten fordern die Regierung dazu auf, den Kauf russischer Rohstoffe einzustellen. Insbesondere Gas und Öl sollen sofort boykottiert werden, da wir uns ansonsten am Krieg in der Ukraine mitschuldig machen. Das klingt alles ganz gut, aber es ist wieder nur ein weiteres Beispiel für den hierzulande so beliebten Aktivismus. Mit diesen Forderungen zeigt man die richtige Haltung, kann Reden schwingen und andere Meinungen als menschenverachtend brandmarken.
Dr. Andreas Beck_IVA AG.JPG

Dr. Andreas Beck bewertet als unabhängiger Finanzmathematiker die Qualität von Vermögensverwaltungen. Unter anderem testet er zusammen mit ntv und Focus Money seit über zehn Jahren die Portfolios der führenden Privatbanken in Deutschland. Daneben leitet er die Index Capital, welche für Banken und Fondsgesellschaften wissenschaftlich fundierte Portfoliomodelle entwickelt.

Es ist aber kein Zufall, dass diese Forderungen von Personen kommen, die nicht in der Verantwortung stehen. Selbst ein grüner Politiker wie Robert Habeck verfolgt andere Ziele. Das Foto seiner devoten Verbeugung gegenüber dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, ging weltweit durch die Presse. Katar? Richtig, das ist jenes Land, zu dessen WM 2022 die Grünen vor ein paar Wochen noch zum Boykott aufgerufen haben. Laut einer Studie von Amnesty International sind die Arbeitsbedingungen in Katar für Gastarbeiter katastrophal und allein zwischen 2010 und 2019 sind über 15.000 von ihnen ums Leben gekommen.

Betrachten wir die aktuellen Sanktionen gegen Russland. Diese sind zum Teil einzigartig, aber es wurde darauf geachtet, dass der Rohstoffhandel weiter funktioniert. Auch die dafür notwendigen russischen Banken haben weiter Zugang zum Swift-System. Selbst der Transit von russischem Gas durch die Ukraine nach Deutschland funktioniert reibungslos.
Lottogewinn für die nicht beteiligten Länder

Das eigentliche Problem der Sanktionen ist nicht, dass sie zu schwach sind. Das Problem ist, dass China die Sanktionen ablehnt und sich nicht beteiligt. Auch Indien, Pakistan, eigentlich fast ganz Südostasien und auch der Nahe Osten lehnen diese einheitlich ab, selbst Israel. Das gleiche Bild in Afrika und Lateinamerika - bei Licht betrachtet hat sich nicht Russland durch den Angriffskrieg international isoliert, sondern die an den Sanktionen beteiligten Länder.

Damit ist eine globale Situation entstanden, die für unsere Wirtschaft gefährlicher als der russische Aggressor ist. Am Ende geht es in der globalen Wirtschaft ganz wesentlich darum, wer zu welchen Konditionen Zugriff auf Rohstoffe hat. Die Sanktionen haben schon dazu geführt, dass China, Indien und andere Rohöl mit 20 Prozent Rabatt beziehen - das ist in etwa die Differenz zwischen russischem Öl (Sorte Ural) und moralisch sauberem Öl (Sorte Brent). Wenn es wirklich zu einer Ausweitung der Sanktionen auf russische Rohstoffe käme, dann wäre das ein Lottogewinn für die nicht beteiligten Länder, insbesondere für China.
Rohstoffe.JPG

Ob Aluminium oder Nickel, Russland ist wesentlicher Exporteur und Länder wie Deutschland sind auf diese Rohstoffe angewiesen. Den wesentlichen Bedarf rufen jedoch China und die USA auf. Die Rohstoffversorgung ist für China von strategischem Interesse. Konkret bedeutet dies nichts Gutes für das ukrainische Volk. Wenn wir tatsächlich moralisch so hochfliegend sein sollten, keine russischen Rohstoffe mehr zu importieren, dann wäre es für China von Vorteil, diesen Zustand möglichst lange aufrechtzuerhalten. China und viele andere Länder hätten ein ureigenes Interesse an einem möglichst langen und zerstörerischen Krieg. Das garantiert diesen Ländern billige Rohstoffe, ganz ohne dass sie dafür selber etwas unternehmen müssten.
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Dr. Andreas Beck bewertet als unabhängiger Finanzmathematiker die Qualität von Vermögensverwaltungen. Unter anderem testet er zusammen mit n-tv seit über zehn Jahren die Portfolios der führenden Privatbanken in Deutschland. Sein neuestes Buch "Erfolgreich wissenschaftlich investieren" kann auf www.globalportfolio-one.de kostenlos heruntergeladen werden.

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Ein Lottogewinn für China: Wem schaden die Sanktionen wirklich?


Sanktionen helfen nur, wenn diese dem Aggressor mehr schaden als Deutschland. Insbesondere bei einer Ausweitung ist das aber zu bezweifeln. Denn die hätte grundlegende Verschiebungen in der Weltwirtschaft zur Folge. Für die Ukraine eine gefährliche Perspektive.

Komfortverzicht statt Blutgeld - viele Journalisten, Ökonomen und Aktivisten fordern die Regierung dazu auf, den Kauf russischer Rohstoffe einzustellen. Insbesondere Gas und Öl sollen sofort boykottiert werden, da wir uns ansonsten am Krieg in der Ukraine mitschuldig machen. Das klingt alles ganz gut, aber es ist wieder nur ein weiteres Beispiel für den hierzulande so beliebten Aktivismus. Mit diesen Forderungen zeigt man die richtige Haltung, kann Reden schwingen und andere Meinungen als menschenverachtend brandmarken.
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Dr. Andreas Beck bewertet als unabhängiger Finanzmathematiker die Qualität von Vermögensverwaltungen. Unter anderem testet er zusammen mit ntv und Focus Money seit über zehn Jahren die Portfolios der führenden Privatbanken in Deutschland. Daneben leitet er die Index Capital, welche für Banken und Fondsgesellschaften wissenschaftlich fundierte Portfoliomodelle entwickelt.

Es ist aber kein Zufall, dass diese Forderungen von Personen kommen, die nicht in der Verantwortung stehen. Selbst ein grüner Politiker wie Robert Habeck verfolgt andere Ziele. Das Foto seiner devoten Verbeugung gegenüber dem Emir von Katar, Tamim bin Hamad Al Thani, ging weltweit durch die Presse. Katar? Richtig, das ist jenes Land, zu dessen WM 2022 die Grünen vor ein paar Wochen noch zum Boykott aufgerufen haben. Laut einer Studie von Amnesty International sind die Arbeitsbedingungen in Katar für Gastarbeiter katastrophal und allein zwischen 2010 und 2019 sind über 15.000 von ihnen ums Leben gekommen.

Betrachten wir die aktuellen Sanktionen gegen Russland. Diese sind zum Teil einzigartig, aber es wurde darauf geachtet, dass der Rohstoffhandel weiter funktioniert. Auch die dafür notwendigen russischen Banken haben weiter Zugang zum Swift-System. Selbst der Transit von russischem Gas durch die Ukraine nach Deutschland funktioniert reibungslos.
Lottogewinn für die nicht beteiligten Länder

Das eigentliche Problem der Sanktionen ist nicht, dass sie zu schwach sind. Das Problem ist, dass China die Sanktionen ablehnt und sich nicht beteiligt. Auch Indien, Pakistan, eigentlich fast ganz Südostasien und auch der Nahe Osten lehnen diese einheitlich ab, selbst Israel. Das gleiche Bild in Afrika und Lateinamerika - bei Licht betrachtet hat sich nicht Russland durch den Angriffskrieg international isoliert, sondern die an den Sanktionen beteiligten Länder.

Damit ist eine globale Situation entstanden, die für unsere Wirtschaft gefährlicher als der russische Aggressor ist. Am Ende geht es in der globalen Wirtschaft ganz wesentlich darum, wer zu welchen Konditionen Zugriff auf Rohstoffe hat. Die Sanktionen haben schon dazu geführt, dass China, Indien und andere Rohöl mit 20 Prozent Rabatt beziehen - das ist in etwa die Differenz zwischen russischem Öl (Sorte Ural) und moralisch sauberem Öl (Sorte Brent). Wenn es wirklich zu einer Ausweitung der Sanktionen auf russische Rohstoffe käme, dann wäre das ein Lottogewinn für die nicht beteiligten Länder, insbesondere für China.
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Ob Aluminium oder Nickel, Russland ist wesentlicher Exporteur und Länder wie Deutschland sind auf diese Rohstoffe angewiesen. Den wesentlichen Bedarf rufen jedoch China und die USA auf. Die Rohstoffversorgung ist für China von strategischem Interesse. Konkret bedeutet dies nichts Gutes für das ukrainische Volk. Wenn wir tatsächlich moralisch so hochfliegend sein sollten, keine russischen Rohstoffe mehr zu importieren, dann wäre es für China von Vorteil, diesen Zustand möglichst lange aufrechtzuerhalten. China und viele andere Länder hätten ein ureigenes Interesse an einem möglichst langen und zerstörerischen Krieg. Das garantiert diesen Ländern billige Rohstoffe, ganz ohne dass sie dafür selber etwas unternehmen müssten.
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Dr. Andreas Beck bewertet als unabhängiger Finanzmathematiker die Qualität von Vermögensverwaltungen. Unter anderem testet er zusammen mit n-tv seit über zehn Jahren die Portfolios der führenden Privatbanken in Deutschland. Sein neuestes Buch "Erfolgreich wissenschaftlich investieren" kann auf www.globalportfolio-one.de kostenlos heruntergeladen werden.

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Глазенап©

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Гуру
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видит бог, придется еще раз европу освобождать... на этот раз от долларовой оккупации.


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Если безопасности вашего государства угрожают названия улиц и городов, памятники, геральдика, люди, которые там живут, и язык, на котором они говорят, — вероятнее всего, вы строите своё государство на чужой территории. (с)Джейсон Стетэм
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"...я-то завтра протрезвею..."©️Черчилль
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